Aktualisierte Download-Blätter

Es ist nunmehr wieder eine Version der Kontaktkarte zum Download verfügbar.
Das Literaturteam konnte die erforderlich gewordenen Absprachen treffen, um diese wieder zur Verfügung zu stellen.

Darüber hinaus wurden die Blätter für den Umgang mit Störungen und die Inventur innerhalb einer Gruppe überarbeitet und sie finden sich ebenso in unserem Download-Bereich. In den Inventurblättern findet Ihr Fragen, mit deren Hilfe vielleicht die Quellen für Schwierigkeiten in einer Gruppe noch besser identifiziert werden können.

Als allgemeine Information zu Spendengeldern ist die Info „Spendensammlung – wofür?“ gedacht. Diese findet sich ebenso im Download-Bereich und auf den Seiten des Finanzdienstes.

G24h, Euer EA-Literaturteam

Veranstaltungen und Initiativen

Als EA-Gemeinschaft können wir uns nirgendwo besser finden und stärken als in unseren Meetings und auf den größeren Treffen wie beispielsweise in Fulda, Donauwörth, Münster oder zuletzt beim Deutschlandtreffen in Bad Homburg. Niemals erleben wir Gemeinschaft so intensiv und fühlbar wie bei diesen Gelegenheiten.

Doch bemerken wir sowohl in den Meetings als auch auf den größeren Treffen, dass immer wieder Menschen fernbleiben. Deutlich spürbar ist dies auch beim ehrenamtlichen Engagement für EA, z.B. bei der Organisation von größeren Treffen. Ähnliches hören wir von anderen 12-Schritte Gruppen.

Manche der größeren Treffen finden nicht oder nicht entsprechend der EA-Leitgedanken statt (4-Augen-Prinzip, zwei verantwortliche Ansprechpartner, Transparenz über die Spenden, vgl. auch Abschnitt 4.5 unserer Struktur).

Ist die Initiative Einzelner – so wertvoll und bereichernd sie ist – hilfreich, um der Gemeinschaft als Ganzes zu dienen oder schwächt sie letzten Endes nur den Zusammenhalt von EA, indem sie „Lagerbildung“ und Zersplitterung fördert? Wie ist umzugehen mit Initiativen, die den EA-Leitgedanken nicht in jedem Punkt entsprechen, aber wertvolle Beiträge im ehrenamtlichen Engagement sind? Wie soll mit Veranstaltungen umgegangen werden, die zwar den spirituellen EA-Leitgedanken entsprechen, aber im Organisatorischen die Gemeinschaftsregeln nicht beachten? Denn es ist ja einer unserer Leitgedanken, dass nicht einer allein etwas verantwortet und die Risiken trägt. Gemeinschaft bedeutet auch gemeinsame Beratung, Entscheidung und Verantwortung für das Ganze – ob es sich um eine Gruppe oder um ein Wochenende handelt. Wie soll mit Veranstaltungen umgegangen werden, auf denen Spenden „für EA “ gesammelt werden, aber im Nachgang keine Abrechnung bekannt wird und niemand etwas über den Verbleib des Geldes erfährt?

Wie seht ihr das? Welche Gedanken und Ideen habt ihr zu diesen Fragen? Wie kann die EA-Gemeinschaft stärker zusammenwachsen und als EINE Gemeinschaft stärker werden? Damit nicht viele kleine EA-Gemeinschaften hier und dort entstehen. Jede und jeder trägt Verantwortung für das Ganze.

Wir laden ein, dass jeder – hier als Kommentar – seine Gedanken als ganz persönlichen Beitrag einbringt und wir gemeinsam Wege finden, mit diesen Fragen in guter Weise umzugehen.

G24 h,
Andrea (Kontaktstelle), Kay (Finanzdienst), Ulrich (Intergruppensprecher)

EA Jahrestreffen 2018 Impressionen

Ich bin. Ich bin ich. Ich will leben und glücklich sein.

So bunt und lebendig wie die Mitte unserer Meetingsräume war auch das diesjährige Deutschlandtreffen in Bad Homburg. Freundliche Menschen, ein wunderschöner Garten, gemeinsam Singen, Tönen, Meditieren, gute Meetings, Reden, Essen, Weinen und Lachen – und das bei sommerlich heißen Temperaturen.

Gleichzeitig ein erweitertes Literaturangebot am Büchertisch – es wurde eine Serie von 8 neuen Faltblättern vorgestellt.

In der Gruppensprecherversammlung (GSV) wurde unsere neue Struktur verabschiedet, ein Regionalbetreuer als Ansprechpartner für die Regionalsprecher/-innen und ein neuer Revisor gewählt. In der Mitgliederversammlung des Vereins wurde die Neufassung der Satzung beschlossen und die Regeln über die Auslagenerstattungen im ehrenamtlichen Engagement aktualisiert.

Das Protokoll und alle weiteren Infos kommen später.

Eure Intergruppe

Sonnenschrime im Garten

Relaxen im Garten

Workshop Öffentlichkeitsarbeit

In einem Workshop (13. – 15. Juli 2018) haben wir mit 13 Personen gemeinsam nach Möglichkeiten gesucht, mehr Menschen über EA zu informieren. Ein kurzer Einblick über unser absolviertes Programm:

1.       Stell ich EA oder stell ich mich / meinen Weg in EA vor?
2.       „Interne“ Öffentlichkeitsarbeit
2.1     Was ist das Herz oder das Wesen von EA / der Gruppe?
2.2     Wünschenswerte Gruppenatmosphäre
3.       Wen wollen wir erreichen / Wo liegen unsere Grenzen?
3.1     Multiplikatoren
3.2     Betroffene
4.       Was ist eine dauerhafte und ständige EA-Präsenz?
5.       Wege der Kommunikation nach außen
5.1     Sichtung der Literatur zur kostenlosen Weitergabe /
.          Material für Erstkontakte
5.2     Visitenkarte
5.3     Kontaktkarte
5.4     In lokalen Gruppen erstellte Flyer
5.5     Presseartikel
5.6     Radio / Rundfunk
5.7     Rollup – Positive Assoziationen / Konnotationen
5.8     Zeitschrift „Botschaft“
5.9     Ausstattungspaket für Selbsthilfetage
6.       Multiplikatoren / Mögliche Ansprechpartner in helfenden Berufen
7.       Mein Persönlicher Weg und die nächsten Schritte
8.       Team Öffentlichkeit / Gemeinschaft und deren unterstützende Struktur

Wir haben vielfältige Wege für die Anwendung vor Ort zusammengetragen und auch Informations-Wege über den eigenen Meetingsort hinaus neu entdeckt und eigene Möglichkeiten gefunden.

Als Organisatoren sind wir erfüllt von den reichhaltigen Impulsen und zufrieden mit den Ergebnissen des Workshops. Danke an alle Teilnehmer/-innen.

Reinhard (B) und Kay (KO)

 

Mobbing im Meeting – Kann das sein?

Der Titel einer 2012 an der Universität München eingereichten Dissertation lautet: „Bei uns gibt es kein Mobbing!“

Tatsächlich lässt sich in Gruppen leicht ein Konflikt eingestehen, nicht aber Mobbing. Das findet immer anderswo statt. Nicht dort, wo man eventuell selbst mitmacht oder es geschehen lässt. So würde einem „Neuen“ in EA gerne und ohne Nachweis geglaubt werden, dass ihn Mobbing am Arbeitsplatz in eine Depression trieb. Dass aber in einem Meeting, im eigenen, gemobbt wird, nein, das kann unmöglich sein. Schließlich sind „wir“ doch die Guten.

Es muss daher eine Verleumdung sein, Geschwätz, wenn behauptet wird, in einer Gruppe habe Mobbing stattgefunden. Ein Spinner, der so etwas denkt und sagt. Und wenn schon, dann hat er es sich selbst zuzuschreiben. So ungefähr dürfte typischerweise der denken, der sicher ist: „Bei uns gibt es kein Mobbing!“ Auch in den Kirchen denkt man ähnlich. Dass es dort ebenfalls menschelt und mitunter mobbt, sieht man auf der Website david-gegen-mobbing.de.

In 12-Schritte-Gruppen, zumal in EA, gibt es hohe Hürden gegen Mobbing. Ein Regelwerk, das Mobbing zumindest unwahrscheinlich macht. Einmal erlebte ich in einer Gruppe sogar ein Übermaß an Toleranz: Durch einen jungen Mann, der sich regelmäßig in aggressiven Schimpftiraden erging, lichteten sich allmählich die Reihen. Draußen bespuckte er Leute, drinnen machte er vor allem Frauen Angst. Lange Zeit wagte niemand, ihm Einhalt zu gebieten.

Viele Jahre später erlebte ich dann erstmals in EA ein echtes Mobbing, als Betroffener.
Und nein: Es lag nicht daran, dass ich zuvor Regeln verletzt hatte, dass ich „schwierig“ oder zu „empfindlich“ war.  Ich war einem anderen wortführenden Gruppenmitglied in die Quere gekommen, das gerne seine diversen politischen, „umweltlichen“ und sonstigen Ansichten im Meeting verbreitet.

Der Gruppensprecher brachte das Geschehen eigentlich mit wenigen Aussagen auf den Punkt:

 „Es ist doch nur eine Person, die mit Dir ein Problem hat“ (Gemeint war der ‚Wortführer‘).

 „Er mag halt nicht die Art, wie Du redest.“ (Gemeint war meine eher sachlich-nachdenkliche Art)

„Das ‚Problem‘ ist mit Logik und Argumenten nicht zu lösen.“ (‚Problem‘ = Mobbing)

„Ich spüre, dass Du darunter stark leidest.“ (Gemeint waren die Auswirkungen, von mir erlebt wie „Seelengewalt“)

 „Ich würde Dir raten, nicht (zum ‚Arbeitsmeeting‘) zu kommen.“

Das „Problem“ des Gruppensprechers:  Er hatte nicht den Mut, sich gegen die Stimmung zu stellen, die das wortführende, eloquente Mitglied mehrmals in Meetings (auch in meiner Abwesenheit) gegen mich erzeugt hatte. Es hätte seine eigene Position in der Gruppe gefährdet, ebenso die langjährige Freundschaft mit dem ‚Wortführer‘.

Ein „Arbeitsmeeting“, durch Stimmungsmache bzw. ‚Emotionstechnik‘ in meiner Abwesenheit schnell auf den Weg gebracht, sollte als Ort meiner Ächtung dienen (s. a. https://www.ea-selbsthilfe.net/2018/05/atheismus-und-pluralitaet-in-ea). Dann das kafkaeske Prozedere im „Arbeitsmeeting“:  Volle Breitseite gegen mich, während mir faktisch der Mund verboten wurde. Weil weder Logik noch Argumente, weder Fairness noch Transparenz zählten, gab es kein Protokoll dieses „Arbeitsmeetings“, keine irgendwie festgehaltenen Resultate. Spätere Fragen zu diesem speziellen Meeting werden nicht beantwortet, sie führen stattdessen zum Abbruch der Kommunikation.

Das Angebot des örtlichen Selbsthilfezentrums zu Gespräch und neutraler Mediation wird vom Gruppensprecher kurzfristig vor dem schon Wochen zuvor vereinbarten Termin verworfen – ohne jede Begründung. Von mir detailliert dokumentierte Regelverstöße werden ignoriert, ebenso meine Bitte zu einer Gruppeninventur.

Ich selbst hatte so etwas in drei Jahrzehnten bei EA zuvor noch nicht erlebt. Dass es auch in 12-Schritte-Gruppen zu Mobbing kommen kann, zeigt u.a. ein Leitfaden von CoDA Deutschland zur Gruppeninventur. Cliquenbildung und Mobbing sowie die Bildung von Hierarchien werden in diesem Leitfaden als primäre Gründe für eine solche Inventur genannt. Es scheint so etwas also auch anderswo zu geben.

Wer hat in EA schon einmal Ähnliches erlebt?
EA-Oldie

EA auf dem Selbsthilfetag in Potsdam

Am 2. Juni fand in Potsdam der 1. Selbsthilfetag statt. Die dortige EA-Gruppe hatte nicht nur einen Tisch mit Literatur und Flyern sondern auch ein Rollup, das sie mit Unterstützung und Genehmigung der EA Schweiz geändert und anfertigt hatte. Diese Vorstellung von EA wurde super angenommen und hat zu intensiven Gesprächen beigetragen.

Mehr zum Thema Öffentlichkeitsarbeit wird beim Workshop in Montabaur erarbeitet.

Gemeinsam die Schritte erarbeiten in Berlin

In Berlin gibt es eine Workshopreihe zur gemeinsamen Erarbeitung der Schritte. Die Treffen finden in Friedenau (Holsteinischen Str. / So-Meeting) statt. Beginn um 11 Uhr – Ende gegen 17 Uhr. Literatur kann vor Ort erworben werden.

Ein gemeinsamer Mittagstisch (an dem die mitgebrachten Gaben geteilt werden) stärkt die Gemeinschaft.

Nächster Termin: 23. Juni 2018 (4. Schritt). Wir versuchen einen monatlichen Rhythmus einzuhalten. Näheres findet ihr auf unserer Website: https://emotionsanonymous.berlin/category/aktuelles.

Gute 24 Stunden Reinhard (Berlin)

Atheismus und Pluralität in EA

Was war das damals eine tolle Gruppe, 1986, in Darmstadt, in einem Raum der evangelischen Südostgemeinde am Herdweg! Brechend voll, 20 – 30 Leute saßen in der Runde, oft in zwei Reihen, man hielt sich die Hand, lehnte sich aneinander an. Die jüngsten kaum älter als zwanzig, die ältesten schon über siebzig.  Offen wurde über seelische Nöte gesprochen. Die plagten auch mich, aber ich verbarg sie, wo immer es möglich war.

SPIEGEL-Berichte von Jürgen Leinemann über die Anonymen Alkoholiker hatten mich neugierig auf diese „anonymen“ Gruppen gemacht. In Bonn regierte noch Helmut Kohl, in Ost-Berlin Honecker, das Privatfernsehen mit seinen Realityshows war gerade im Entstehen.

Sich mit Erkrankungen zu outen war zwar kein Novum mehr, für mich persönlich aber war die in dieser EA-Gruppe erlebte Offenheit und Herzlichkeit im Umgang miteinander neu und ungemein beeindruckend. Das teilweise religiöse Vokabular des „Programms“ sah ich skeptisch, überlagert wurde dieser Eindruck aber von der praktizierten Toleranz. Es konnte jeder reden, wie ihm der Schnabel gewachsen war. Sogar eine rüde Ausdrucksweise war geduldet, solange niemand persönlich angegriffen wurde.

Dass mit „Störung!“ bei Redebeiträgen interveniert und de facto oft auch kritisiert wird, habe ich damals nicht erlebt. Jedenfalls nicht in den Gruppen, die ich besuchte, auch nicht auf großen (über-) regionalen Treffen. Das EA-Buch versprach diese Toleranz ja auch: „Die einzige Voraussetzung für die Mitgliedschaft in unserer Gemeinschaft ist ein aufrichtiger Wunsch, emotional gesund und stabil zu werden… Auch Personen mit keiner genau definierbaren Höheren Macht werden Mitglieder; auch Menschen, die den Glauben an eine höhere Macht … verloren haben.“

Dass die Natur, das Universum, das Schicksal Mächte sind, die größer sind als ich selbst, ist für mich eine Binsenwahrheit und keine Sache des Glaubens. Ungläubig glauben müsste ich aber, dass eine Welt, in der es so viel Leid und Unrecht gibt, von einem gütigen Gottvater geschaffen wurde und „regiert“ wird. Dieser Glaube fehlt mir – bis heute.

In einem Meeting zum 11. Schritt sprach ich vor einigen Monaten davon, wie ich als Atheist Besinnung und Meditation praktiziere. Das führte zur wütenden Reaktion eines anderen – während ich sprach und auch danach. Es sei ein „Höhere Macht-Bashing sondergleichen“, wenn und weil ich das monotheistische Gottesbild kritisch sehe. Aber wäre es nicht ein Etikettenschwindel, wenn 12-Schritte-Gruppen nach außen und in der Theorie die freie Deutbarkeit der „Höheren Macht“ betonen, aber innen und in der Praxis eine Gleichsetzung der Höheren Macht mit dem traditionellen Gottesbegriff stattfindet und erwartet wird?

Ich jedenfalls wurde in der Folge als angeblicher Saboteur des „Programms“ abgewertet und ausgegrenzt. War dieses Prinzip also nur noch Makulatur: „Jeder und jede hat das Recht auf die eigene Meinung und darf diese beim Meeting (im Rahmen der EA-Regeln) äußern. Wir sind alle gleich – niemand ist wichtiger als die anderen.“

Zum Glauben an Gott habe ich so nicht gefunden. Stattdessen ging mir der Glaube an diese konkrete Gruppe verloren und der in 30 Jahren gewachsene Glaube an die Gemeinschaft EA wurde nachhaltig erschüttert.

Ein EA-Oldie

EA-Jahrestreffen Schweiz

Am Wochenende war das Schweizer Jahrestreffen in Seengen, mit Blick auf den Hallwilersee und wunderbar entschleunigter Atmosphäre.

Während der GSV kam es sehr oft zu Anträgen, die kurz diskutiert  und dann entschlussfreudig abgestimmt wurden. Die Schweizer haben eben Erfahrung in Abstimmungen, wurde ich belehrt.

Vielen Dank für die gute Vorbereitung und Durchführung des Treffens, ich freue mich auf ein Wiedersehen mit euch auf dem Deutschlandtreffen im August.                                            Karin