Was du selbst tun kannst

Die konkrete Arbeit im Programm findet in folgender Weise statt:

  • Teilnahme an den „Meetings“
    Das sind Gruppentreffen in meist wöchentlichem Rhythmus, in denen wir miteinander – in einer dem „Counceling“ sehr ähnlichen Weise – „Erfahrung, Kraft und Hoffnung“ teilen, wie wir das nennen. Die kontinuierliche Teilnahme an solchen Meetings ist nach unserer Erfahrung einer der wichtigsten Hilfen, die die anonymen Gruppen anbieten. Auch in Deiner Nähe gibt es wahrscheinlich ein Meeting – allein im deutschsprachigen Raum sind zur Zeit über 150 aktiv. Und wenn du keines findest: Gründe ein eigenes! Tue Dich mit Freunden zusammen, die ähnliche Probleme wie du haben, wende Dich an uns, um ein „Starterpaket“ von Unterlagen und Literatur zu erhalten, lasse die Kontaktstelle einen Meeting-Gründungswunsch veröffentlichen und wende dich an deine zuständige öffentliche Stelle zur Förderung der Selbsthilfe (oft SEKOS oder KISS o.ä. bei Stadt- bzw. Landkreisverwaltung), um sonstigen Rat und Hilfen zu erhalten, z.B. bei der Suche nach einem geeigneten Meeting-Raum.
  • Eigene Beschäftigung mit der EA-Literatur
    Z.B. den oben genannten Kernelementen, dem „Blauen Buch“ von EA (umfasst Grundsatztexte und Lebensgeschichten) oder dem grünen „Heute“-Buch mit hilfreichen Meditationen für jeden Tag des Jahres.
  • Persönliche Inventur
    Das ist eine strukturierte, schriftliche Selbstbetrachtung zur Lebenssituation und den eigenen – problematischen wie förderlichen – Verhaltens- und Reaktionsweisen
  • Arbeit mit oder als „Sponsor“
    Ein Sponsor ist ein erfahrener EA-ler, der einen EA-Freund bei dessen Arbeit an seiner Genesung in verantwortungsvoller und wertschätzender Weise begleitet. Die Arbeit als Sponsor sehen wir dabei gemäß dem Leitsatz „Dienst ist Genesung“ als genauso hilfreich an wie das Begleitetwerden als sogenannter „Sponsee“.
  • Teilnahme oder Organisation von überregionalen EA-Veranstaltungen
    Das sind – meist in Jugendherbergen o.ä. an den Wochenenden stattfindende – Treffen, bei denen Meetings zu verschiedenen Themen, der informelle Austausch miteinander und begleitende Aktivitäten vielerlei Möglichkeiten bieten – für eine intensive Genesungsarbeit ebenso wie für gute Erfahrungen und Begegnungen in einer „Gemeinschaft auf Zeit“ in einem Kreis zugewandter Mitmenschen. Da die Treffen von den lokalen EA-Gruppen organisiert und zum Selbstkostenpreis angeboten werden, können wie die finanzielle Hürde dabei so gering wie nur irgend möglich halten. Was ohne das persönliche, ehrenamtliche Engagement einiger Freunde nicht machbar wäre.
  • Engagement in der lokalen EA-Gruppe oder in der Intergruppe
    Der „Dienst am Mitmenschen“ bzw. der „Einsatz für eine gute Sache“ erweist sich immer wieder als einer der förderlichsten Möglichkeiten persönlichen Wachstums. Auf der lokalen, selbstorganisierten Ebene der einzelnen EA-Gruppen gibt es hierzu bereits Gelegenheit genug: Finde Dich bereit, das Meeting zu moderieren. Übernehme einen Dienst der Gruppe, z.B. die Kassenführung, die Literaturbestellung, den Kontakt zu Therapeuten, Interessenten, die Übernahme der Gruppensprecherrolle für überregionale Abstimmungen der Gemeinschaft. Oder engagiere dich auf Intergruppen-Ebene – den Diensttuenden für die Gemeinschaft aller EA-Gruppen im deutschsprachigen Raum: Hier gibt es in den verschiedenen Diensten wie Kontaktstelle, Öffentlichkeitsarbeit, Internet, Literatur, Finanzen etc. immer Bedarf an einer hilfreichen Hand oder der Übernahme eines Dienstes oder einer speziellen Aufgabe.