Workshop Öffentlichkeitsarbeit

In einem Workshop (13. – 15. Juli 2018) haben wir mit 13 Personen gemeinsam nach Möglichkeiten gesucht, mehr Menschen über EA zu informieren. Ein kurzer Einblick über unser absolviertes Programm:

1.       Stell ich EA oder stell ich mich / meinen Weg in EA vor?
2.       „Interne“ Öffentlichkeitsarbeit
2.1     Was ist das Herz oder das Wesen von EA / der Gruppe?
2.2     Wünschenswerte Gruppenatmosphäre
3.       Wen wollen wir erreichen / Wo liegen unsere Grenzen?
3.1     Multiplikatoren
3.2     Betroffene
4.       Was ist eine dauerhafte und ständige EA-Präsenz?
5.       Wege der Kommunikation nach außen
5.1     Sichtung der Literatur zur kostenlosen Weitergabe /
.          Material für Erstkontakte
5.2     Visitenkarte
5.3     Kontaktkarte
5.4     In lokalen Gruppen erstellte Flyer
5.5     Presseartikel
5.6     Radio / Rundfunk
5.7     Rollup – Positive Assoziationen / Konnotationen
5.8     Zeitschrift „Botschaft“
5.9     Ausstattungspaket für Selbsthilfetage
6.       Multiplikatoren / Mögliche Ansprechpartner in helfenden Berufen
7.       Mein Persönlicher Weg und die nächsten Schritte
8.       Team Öffentlichkeit / Gemeinschaft und deren unterstützende Struktur

Wir haben vielfältige Wege für die Anwendung vor Ort zusammengetragen und auch Informations-Wege über den eigenen Meetingsort hinaus neu entdeckt und eigene Möglichkeiten gefunden.

Als Organisatoren sind wir erfüllt von den reichhaltigen Impulsen und zufrieden mit den Ergebnissen des Workshops. Danke an alle Teilnehmer/-innen.

Reinhard (B) und Kay (KO)

 

EA-Jahrestreffen Bad Homburg – Anmeldefrist verlängert

bis Mittwoch, den 11. Juli 2018:

Aktuell sind noch folgende Restplätze in der JH verfügbar: 7 Plätze in
Doppelzimmern (4 x Frau, 3 x Mann) sowie 8 Plätze in Vierbettzimmern
(5 x Frau, 3 x Mann).

Zudem bitte beachten: Auch Tagesgäste müssen sich bis zum 11.7.
angemeldet haben, sofern sie Mahlzeiten in der JH möchten. Bei späterer
Anmeldung oder unangemeldeter Teilnahme können wir das nicht garantieren.

Euer Orga-Team Jahrestreffen 2018

Gemeinsame Arbeit im siebten Schritt

EA Hamburg lädt herzlich zum 7. EA-Schritte-Workshop 2018 ein:

Demütig haben wir ihn gebeten, uns von unseren Mängeln zu befreien.“

Demut ist der Schlüssel für die Arbeit in Schritt 7. Demütig sein bedeutet: Lernen wollen, offen sein für eine neue Lebensweise. Demut schließt Werte wie Ehrlichkeit, Annahme, die Suche nach dem Guten und Vertrauen ein. Gemeinsam möchten wir uns mit dem Schritt 7 des EA-Programms beschäftigen.

Ort: Gemeindepsychiatrisches Zentrum Eimsbüttel (GZPE)

Hochallee 1 (Ecke Hallerstraße), 20149 Hamburg, Harvestehude

Termin: Sonntag, 15. Juli 2018, 10 Uhr vormittags

Mehr Infos findet ihr hier.

Mobbing im Meeting – Kann das sein?

Der Titel einer 2012 an der Universität München eingereichten Dissertation lautet: „Bei uns gibt es kein Mobbing!“

Tatsächlich lässt sich in Gruppen leicht ein Konflikt eingestehen, nicht aber Mobbing. Das findet immer anderswo statt. Nicht dort, wo man eventuell selbst mitmacht oder es geschehen lässt. So würde einem „Neuen“ in EA gerne und ohne Nachweis geglaubt werden, dass ihn Mobbing am Arbeitsplatz in eine Depression trieb. Dass aber in einem Meeting, im eigenen, gemobbt wird, nein, das kann unmöglich sein. Schließlich sind „wir“ doch die Guten.

Es muss daher eine Verleumdung sein, Geschwätz, wenn behauptet wird, in einer Gruppe habe Mobbing stattgefunden. Ein Spinner, der so etwas denkt und sagt. Und wenn schon, dann hat er es sich selbst zuzuschreiben. So ungefähr dürfte typischerweise der denken, der sicher ist: „Bei uns gibt es kein Mobbing!“ Auch in den Kirchen denkt man ähnlich. Dass es dort ebenfalls menschelt und mitunter mobbt, sieht man auf der Website david-gegen-mobbing.de.

In 12-Schritte-Gruppen, zumal in EA, gibt es hohe Hürden gegen Mobbing. Ein Regelwerk, das Mobbing zumindest unwahrscheinlich macht. Einmal erlebte ich in einer Gruppe sogar ein Übermaß an Toleranz: Durch einen jungen Mann, der sich regelmäßig in aggressiven Schimpftiraden erging, lichteten sich allmählich die Reihen. Draußen bespuckte er Leute, drinnen machte er vor allem Frauen Angst. Lange Zeit wagte niemand, ihm Einhalt zu gebieten.

Viele Jahre später erlebte ich dann erstmals in EA ein echtes Mobbing, als Betroffener.
Und nein: Es lag nicht daran, dass ich zuvor Regeln verletzt hatte, dass ich „schwierig“ oder zu „empfindlich“ war.  Ich war einem anderen wortführenden Gruppenmitglied in die Quere gekommen, das gerne seine diversen politischen, „umweltlichen“ und sonstigen Ansichten im Meeting verbreitet.

Der Gruppensprecher brachte das Geschehen eigentlich mit wenigen Aussagen auf den Punkt:

 „Es ist doch nur eine Person, die mit Dir ein Problem hat“ (Gemeint war der ‚Wortführer‘).

 „Er mag halt nicht die Art, wie Du redest.“ (Gemeint war meine eher sachlich-nachdenkliche Art)

„Das ‚Problem‘ ist mit Logik und Argumenten nicht zu lösen.“ (‚Problem‘ = Mobbing)

„Ich spüre, dass Du darunter stark leidest.“ (Gemeint waren die Auswirkungen, von mir erlebt wie „Seelengewalt“)

 „Ich würde Dir raten, nicht (zum ‚Arbeitsmeeting‘) zu kommen.“

Das „Problem“ des Gruppensprechers:  Er hatte nicht den Mut, sich gegen die Stimmung zu stellen, die das wortführende, eloquente Mitglied mehrmals in Meetings (auch in meiner Abwesenheit) gegen mich erzeugt hatte. Es hätte seine eigene Position in der Gruppe gefährdet, ebenso die langjährige Freundschaft mit dem ‚Wortführer‘.

Ein „Arbeitsmeeting“, durch Stimmungsmache bzw. ‚Emotionstechnik‘ in meiner Abwesenheit schnell auf den Weg gebracht, sollte als Ort meiner Ächtung dienen (s. a. https://www.ea-selbsthilfe.net/2018/05/atheismus-und-pluralitaet-in-ea). Dann das kafkaeske Prozedere im „Arbeitsmeeting“:  Volle Breitseite gegen mich, während mir faktisch der Mund verboten wurde. Weil weder Logik noch Argumente, weder Fairness noch Transparenz zählten, gab es kein Protokoll dieses „Arbeitsmeetings“, keine irgendwie festgehaltenen Resultate. Spätere Fragen zu diesem speziellen Meeting werden nicht beantwortet, sie führen stattdessen zum Abbruch der Kommunikation.

Das Angebot des örtlichen Selbsthilfezentrums zu Gespräch und neutraler Mediation wird vom Gruppensprecher kurzfristig vor dem schon Wochen zuvor vereinbarten Termin verworfen – ohne jede Begründung. Von mir detailliert dokumentierte Regelverstöße werden ignoriert, ebenso meine Bitte zu einer Gruppeninventur.

Ich selbst hatte so etwas in drei Jahrzehnten bei EA zuvor noch nicht erlebt. Dass es auch in 12-Schritte-Gruppen zu Mobbing kommen kann, zeigt u.a. ein Leitfaden von CoDA Deutschland zur Gruppeninventur. Cliquenbildung und Mobbing sowie die Bildung von Hierarchien werden in diesem Leitfaden als primäre Gründe für eine solche Inventur genannt. Es scheint so etwas also auch anderswo zu geben.

Wer hat in EA schon einmal Ähnliches erlebt?
EA-Oldie

7. Schritt im Hamburger 12-Schritte-Jahr

Am Sonntag dem 15.07. startet der Besinnungstag zum 7. Schritt von 10:00 bis 17:00
im Gemeindepsychiatrischen Zentrum Eimsbüttel, Hochallee 1 (Ecke Hallerstraße),
20149 Hamburg.

Ansprechpersonen: Hamoud  0176 / 10 40 76 25 hg.ea.hh@gmail.com und Eveline.

Und auch für den 8. Schritt steht schon der Termin fest:

Sonntag der 26. August von 10:00 bis 17:00 im Gemeindepsychiatrischen Zentrum
Eimsbüttel, Hochallee 1 (Ecke Hallerstraße), 20149 Hamburg. 

Ansprechpersonen sind Hamoud  0176 / 10 40 76 25 hg.ea.hh@gmail.com
und Angela 040/ 20 55 33  az.ea@gmx.de

Näheres auch auf der Webseite https://emotionsanonymoushamburg.wordpress.com.

EA auf dem Selbsthilfetag in Potsdam

Am 2. Juni fand in Potsdam der 1. Selbsthilfetag statt. Die dortige EA-Gruppe hatte nicht nur einen Tisch mit Literatur und Flyern sondern auch ein Rollup, das sie mit Unterstützung und Genehmigung der EA Schweiz geändert und anfertigt hatte. Diese Vorstellung von EA wurde super angenommen und hat zu intensiven Gesprächen beigetragen.

Mehr zum Thema Öffentlichkeitsarbeit wird beim Workshop in Montabaur erarbeitet.

Gemeinsam die Schritte erarbeiten in Berlin

In Berlin gibt es eine Workshopreihe zur gemeinsamen Erarbeitung der Schritte. Die Treffen finden in Friedenau (Holsteinischen Str. / So-Meeting) statt. Beginn um 11 Uhr – Ende gegen 17 Uhr. Literatur kann vor Ort erworben werden.

Ein gemeinsamer Mittagstisch (an dem die mitgebrachten Gaben geteilt werden) stärkt die Gemeinschaft.

Nächster Termin: 23. Juni 2018 (4. Schritt). Wir versuchen einen monatlichen Rhythmus einzuhalten. Näheres findet ihr auf unserer Website: https://emotionsanonymous.berlin/category/aktuelles.

Gute 24 Stunden Reinhard (Berlin)

Schritte-Jahr Hamburg 6. Schritt

EA-Hamburg lädt zum 6. Schrittetag ein.

Am 17. Juni findet im Gemeindepsychiatrischen Zentrum Eimsbüttel, Hochallee 1 (Ecke Hallerstraße) in 20149 Hamburg von 10:00 bis 17:00 ein Schrittetag zum 6. Schritt statt.

Die Organisatoren und  Ansprechpersonen sind diesmal Thomas 0160 / 99 43 83 24‬ und Sven.

Sonnige Grüße und einen guten Schrittesonntag wünscht euch

Andrea (EA-Kontaktstelle)

Atheismus und Pluralität in EA

Was war das damals eine tolle Gruppe, 1986, in Darmstadt, in einem Raum der evangelischen Südostgemeinde am Herdweg! Brechend voll, 20 – 30 Leute saßen in der Runde, oft in zwei Reihen, man hielt sich die Hand, lehnte sich aneinander an. Die jüngsten kaum älter als zwanzig, die ältesten schon über siebzig.  Offen wurde über seelische Nöte gesprochen. Die plagten auch mich, aber ich verbarg sie, wo immer es möglich war.

SPIEGEL-Berichte von Jürgen Leinemann über die Anonymen Alkoholiker hatten mich neugierig auf diese „anonymen“ Gruppen gemacht. In Bonn regierte noch Helmut Kohl, in Ost-Berlin Honecker, das Privatfernsehen mit seinen Realityshows war gerade im Entstehen.

Sich mit Erkrankungen zu outen war zwar kein Novum mehr, für mich persönlich aber war die in dieser EA-Gruppe erlebte Offenheit und Herzlichkeit im Umgang miteinander neu und ungemein beeindruckend. Das teilweise religiöse Vokabular des „Programms“ sah ich skeptisch, überlagert wurde dieser Eindruck aber von der praktizierten Toleranz. Es konnte jeder reden, wie ihm der Schnabel gewachsen war. Sogar eine rüde Ausdrucksweise war geduldet, solange niemand persönlich angegriffen wurde.

Dass mit „Störung!“ bei Redebeiträgen interveniert und de facto oft auch kritisiert wird, habe ich damals nicht erlebt. Jedenfalls nicht in den Gruppen, die ich besuchte, auch nicht auf großen (über-) regionalen Treffen. Das EA-Buch versprach diese Toleranz ja auch: „Die einzige Voraussetzung für die Mitgliedschaft in unserer Gemeinschaft ist ein aufrichtiger Wunsch, emotional gesund und stabil zu werden… Auch Personen mit keiner genau definierbaren Höheren Macht werden Mitglieder; auch Menschen, die den Glauben an eine höhere Macht … verloren haben.“

Dass die Natur, das Universum, das Schicksal Mächte sind, die größer sind als ich selbst, ist für mich eine Binsenwahrheit und keine Sache des Glaubens. Ungläubig glauben müsste ich aber, dass eine Welt, in der es so viel Leid und Unrecht gibt, von einem gütigen Gottvater geschaffen wurde und „regiert“ wird. Dieser Glaube fehlt mir – bis heute.

In einem Meeting zum 11. Schritt sprach ich vor einigen Monaten davon, wie ich als Atheist Besinnung und Meditation praktiziere. Das führte zur wütenden Reaktion eines anderen – während ich sprach und auch danach. Es sei ein „Höhere Macht-Bashing sondergleichen“, wenn und weil ich das monotheistische Gottesbild kritisch sehe. Aber wäre es nicht ein Etikettenschwindel, wenn 12-Schritte-Gruppen nach außen und in der Theorie die freie Deutbarkeit der „Höheren Macht“ betonen, aber innen und in der Praxis eine Gleichsetzung der Höheren Macht mit dem traditionellen Gottesbegriff stattfindet und erwartet wird?

Ich jedenfalls wurde in der Folge als angeblicher Saboteur des „Programms“ abgewertet und ausgegrenzt. War dieses Prinzip also nur noch Makulatur: „Jeder und jede hat das Recht auf die eigene Meinung und darf diese beim Meeting (im Rahmen der EA-Regeln) äußern. Wir sind alle gleich – niemand ist wichtiger als die anderen.“

Zum Glauben an Gott habe ich so nicht gefunden. Stattdessen ging mir der Glaube an diese konkrete Gruppe verloren und der in 30 Jahren gewachsene Glaube an die Gemeinschaft EA wurde nachhaltig erschüttert.

Ein EA-Oldie