Praxisbericht – Ein frischer Wind in unserer Gruppe

Wir haben uns für ein neues Erscheinungsbild entschieden –
für uns, aber auch mit Blick auf „Neue“. Bastelarbeiten an älteren Broschüren wegen veralteter Impressen war jedenfalls noch nie unsere Wahl für den persönlichen Zeitvertreib. Aber das darf jede Gruppe für sich in eigener Verantwortung klären.

Für uns entscheidend war das ältere Symbol auf so mancher Broschüre bzw. unserem Meeting-Zubehör. Unsere Erfahrung: Broschüren mit ganz altem Symbol lösten bei „Neuen“ zumindest Verwunderung aus. Für ältere Hasen und Häsinnen war diese Kleinigkeit zwar nicht wichtig. Jedoch: Die Anziehungskraft unseres Programms wurde etwas geschmälert … dies gerade beim ersten Eindruck. Zum Glück blieben einige und berichteten davon. Wir hofften einladend und offen zu wirken – da sollte der erste Eindruck zumindest die Anziehungskraft nicht verringern!

Alte Broschüren und veraltetes Equipment zu entsorgen, fiel uns ein wenig schwer… mir als „Finanzmensch“ der Gruppe sowieso. Jedoch: Es tat unserer Gruppe gut und dies möchten wir gern mit euch teilen.

Unsere äußere Mitte wirkt nun anders – für Neue und für uns.

Aufsteller, Botschaft, Broschüren, Themenflyer, Eingangsschild, Download-Blätter … überraschend, was diese Kleinigkeit ausmacht!

Viele gute 24 Stunden, Kay (Koblenz)

Update: Die neuen EA-Aufsteller wurden geliefert und können bald bestellt werden. 🙂

2 Gedanken zu „Praxisbericht – Ein frischer Wind in unserer Gruppe

  1. Andrea

    Lieber Kay, wie Recht du hast!
    Ich erinnere mich noch ganz genau an mein allererstes Meeting.
    Diese germanische Runenschrift, die mich da von ganz alten EA-Flyer und Schildern ansprang, hat mich zu der innerlichen Frage geführt hat, ob ich es hier mit Überbleibseln aus dem Dritten Reich zu tun habe. Das sah für mich älter aus als die 50ger Jahre, das roch nach Kaiserreich oder urgermanischem Brauchtum. Da ist deine Formulierung noch ganz harmlos.

    Wenn ich ein paar Menschen aus EA nicht schon vorher gekannt hätte und gewußt, dass sie frei denkende, tolerante und nicht rechtsextreme Menschen sind, dann wäre ich vermutlich niemals wieder in ein EA-Meeting gegangen.
    In meinem ersten Meeting waren auch nur ältere Menschen als ich, die über ihre schlechten Lebensumstände jammerten. Der Raum war trist, die Atmospäre dunkel, alles roch nach Staub und düsteren Lasten aus der Vergangenheit.

    Dann noch dieser ritualisierte Ablauf, den ich bis dahin nicht kannte und dessen Vorteile mir noch niemand erklärt hatte – das hätte ich – ohne vorherige „private“ Kontakte mit dem KuKluxKlan, mit brennenden Holzkreuzen und weißen Kapuzen assoziiert.
    Hätte ich nur die Kontaktdaten der Gruppe gehabt und nicht vorher schon „privat“ Menschen gekannt, wäre ich wohl niemals wieder gekommen.

    Gute 24 Stunden
    Andrea

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    1. EA-Oldie

      Liebe Andrea, was Du hier über Deine erste Begegnung mit EA schreibst, hätte auch von mir sein können. Ich habe es 1985 sehr ähnlich erlebt, auch das Befremden über den altertümlichen Schrifttyp. Die Ursprünge des A-Programms bzw. von AA reichen freilich auch weit zurück, bis hin zur Oxford-Group und dessen Gründer Frank Buchman (https://en.wikipedia.org/wiki/Oxford_Group). Diese evangelikale Prägung haftet dem 12-Schritte-Programm auch heute noch an. Gleichzeitig macht es Menschen aufgeschlossen, wenn sie offen über ihre Lebenskrisen und seelischen Nöte sprechen – und dabei lernen, sich in ihrer Verschiedenheit zu akzeptieren. Das ist das janusköpfige der A-Gruppen: Da eine konservativ-evangelikale Prägung und dort Mitglieder, die für Neues aufgeschlossen sind.
      Gute 24 Stunden!
      EA-Oldie

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