Veranstaltungen und Initiativen

Als EA-Gemeinschaft können wir uns nirgendwo besser finden und stärken als in unseren Meetings und auf den größeren Treffen wie beispielsweise in Fulda, Donauwörth, Münster oder zuletzt beim Deutschlandtreffen in Bad Homburg. Niemals erleben wir Gemeinschaft so intensiv und fühlbar wie bei diesen Gelegenheiten.

Doch bemerken wir sowohl in den Meetings als auch auf den größeren Treffen, dass immer wieder Menschen fernbleiben. Deutlich spürbar ist dies auch beim ehrenamtlichen Engagement für EA, z.B. bei der Organisation von größeren Treffen. Ähnliches hören wir von anderen 12-Schritte Gruppen.

Manche der größeren Treffen finden nicht oder nicht entsprechend der EA-Leitgedanken statt (4-Augen-Prinzip, zwei verantwortliche Ansprechpartner, Transparenz über die Spenden, vgl. auch Abschnitt 4.5 unserer Struktur).

Ist die Initiative Einzelner – so wertvoll und bereichernd sie ist – hilfreich, um der Gemeinschaft als Ganzes zu dienen oder schwächt sie letzten Endes nur den Zusammenhalt von EA, indem sie „Lagerbildung“ und Zersplitterung fördert? Wie ist umzugehen mit Initiativen, die den EA-Leitgedanken nicht in jedem Punkt entsprechen, aber wertvolle Beiträge im ehrenamtlichen Engagement sind? Wie soll mit Veranstaltungen umgegangen werden, die zwar den spirituellen EA-Leitgedanken entsprechen, aber im Organisatorischen die Gemeinschaftsregeln nicht beachten? Denn es ist ja einer unserer Leitgedanken, dass nicht einer allein etwas verantwortet und die Risiken trägt. Gemeinschaft bedeutet auch gemeinsame Beratung, Entscheidung und Verantwortung für das Ganze – ob es sich um eine Gruppe oder um ein Wochenende handelt. Wie soll mit Veranstaltungen umgegangen werden, auf denen Spenden „für EA “ gesammelt werden, aber im Nachgang keine Abrechnung bekannt wird und niemand etwas über den Verbleib des Geldes erfährt?

Wie seht ihr das? Welche Gedanken und Ideen habt ihr zu diesen Fragen? Wie kann die EA-Gemeinschaft stärker zusammenwachsen und als EINE Gemeinschaft stärker werden? Damit nicht viele kleine EA-Gemeinschaften hier und dort entstehen. Jede und jeder trägt Verantwortung für das Ganze.

Wir laden ein, dass jeder – hier als Kommentar – seine Gedanken als ganz persönlichen Beitrag einbringt und wir gemeinsam Wege finden, mit diesen Fragen in guter Weise umzugehen.

G24 h,
Andrea (Kontaktstelle), Kay (Finanzdienst), Ulrich (Intergruppensprecher)

17 thoughts on “Veranstaltungen und Initiativen

  1. Andrea

    Hi, ich bin Andrea,

    mir fiel gegen Ende des letzten Jahres die Aufgabe zu, maßgeblich an der Organisation des EA-Wochenendes von Fulda mitzuarbeiten. Ich habe die Anmeldungen entgegen genommen, die Zimmer verteilt und gemeinsam mit den anderen Organisator*innen das ganze Wochenende im Blick gehabt und zu seinem Gelingen beigetragen.

    Ich hatte nicht vor, an diesem Wochenende selber teilzunehmen, ich bin gerade in anderen Prozessen sehr eingebunden und hätte eigentlich lieber meine Ruhe gebraucht. Ich bin aber aufgrund der von mir übernommenen Aufgaben doch hingefahren.

    Das war eine gute Entscheidung. Die Zusammenarbeit und die Begegnung mit meinen beiden wunderbaren MItorganisator*innen war eine Bereicherung und ich habe es nicht bereut.

    ABER, meine persönlichen Kosten für dieses Wochenende belaufen sich gegenwärtig auf 135 Euro für ein Doppelzimmer, das ich mir – weil ich vor Ort gefordert sein werde und nicht nur zu meiner persönlichen Bereicherung da bin – gegönnt habe plus Fahrtkosten von ca. 65 Euro (mit einer Bahncard, und nur weil ich rechtzeitig kein Flexticket gebucht habe). Dies sind meine Kosten, eine der MItorganisatorinnen kommt aus Fulda, die andere aus ebenfalls aus einen weiter entfernten Ort und hat damit ebenfalls Kosten in ähnlicher Höhe. Alle Mitorganisator*innen tragen ihre Kosten bislang ebenfalls komplett alleine.

    Weiterer Kleinkram bei der Organisation wie Kopien, Telefonate, Fahrten zum Einkaufen für Dinge, die man mitnehmen musste, die eingekauften Dinge wie Papier, Stifte etc. wurden weder aufsummiert noch irgendwie festgehalten. Die Deko für Fulda wurde teilweise abgerechnet (18 Euro), teilweise komplett gespendet.

    Das EA-Wochenende in Fulda hat nach Abzug der Kosten für die Jugendherberge und der halben Deko einen Überschuss von 582 Euro erbracht. Wenn ich und meine Mitorganisator*innen ihre Kosten für Fahrten, Essen, Unterkunft und Kleinkram hiervon abziehen würden, wäre der Überschuss von Fulda gleich Null. Vielleicht eine schwarze Null, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit aber eine rote Null, auf jeden Fall aber eine Null.

    Die Ergebnisse vom Jahrestreffen in Bad Homburg, an dem ich ebenfalls mitorganisieren durfte, sind im Übrigen ähnlich wie bei Fulda, bzw. wenn ich mich recht erinnere sogar ein bisschen schlechter. Der Überschuss von EA-Wochenenden liegt damit also wohl im Bereich von 1600 (Darmstadt organisiert von einer Gruppe vor Ort) und 500 – 600 Euro (Fulda und Bad Homburg organisiert von außerhalb). Ob die Organisation von EA-Wochenenden von außerhalb erfolgt oder durch eine Gruppe vor Ort weiß ich nicht. Auf jeden Fall scheinen die Zahlen in diesem Bereich zu liegen.

    OHNE hiervon irgendwelche Kosten für Fahrt und Unterkunft der Organisatoren abgezogen zu haben.

    Wenn ein Treffen von einer Gruppe vor Ort organisiert wird, dann sind Kosten für Fahrt und Unterkunft zu vernachlässigen bzw. relativ gering. Wenn dagegen die Organisator*innen nicht aus der Umgebung kommen, dann betragen die Kosten für Fahrt und Unterkunft sehr schnell mal mehrere Hundert Euro.

    Werden also alle Kosten, die bei der Organisation eines EA-Wochenendes anfallen, eingerechnet und abgezogen, verblassen unter Umständen auch mehrstellige Zahlen relativ schnell.

    Gute 24 Stunden
    Andrea

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    1. Kay

      Hallo Andrea,
      bei der Höhe dieser Beträge finde ich
      – eine klare Abrechnung für EA-Treffen wichtig,
      – die von mehreren verantwortet und kontrolliert wird (Also mindestens 2 Personen) und
      – deren allgemeine, finanzielle Regeln für jeden in EA gelten und bei deren klar wird, was wofür verwendet wird.
      Für mich als ein Dienstinhaber des Finanzdienstes wäre es schlichtweg seltsam, würde bei einem Mehr-Betrag von 582 Euro in Fulda 2019 keiner genau wissen, wo dieses Geld verbleibt.
      Aus Finanzdienstlersicht finde ich: Soviel Transparenz muss sein. Auch gegenüber den Spendern, die auf Treffen für „EA“ spenden.
      G24h, Kay

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      1. Andrea

        Hallo Kay,

        deswegen wurde hier auch noch nichts gespendet, weil wir die IGV abwarten wollen, um hier eine vorläufige Regelung zu finden oder doch wenigstens anzuregen, nach der dieses Jahr verfahren wird, bevor dann die GSV eventuell einen allgemeingültigen Beschluss fassen kann.

        Das Geld liegt gegenwärtig noch in kleinen, nicht fortlaufend nummerierten Scheinen und Münzen auf meinem Esstisch und ich hoffe, ich werde es nach der IGV und einem nachfolgenden Gespräch mit den Co-Organisatoren dann los 🙂

        G24h
        Andrea

  2. Jutta

    „Ist die Initiative Einzelner – so wertvoll und bereichernd sie ist – hilfreich, um der Gemeinschaft als Ganzes zu dienen oder schwächt sie letzten Endes nur den Zusammenhalt von EA, indem sie „Lagerbildung“ und Zersplitterung fördert?“

    Diese Frage aus dem Blog hat mich sehr beschäftigt. Ich sage ausdrücklich Nein. Die Genesung der Einzelnen hängt sehr von der Gesundheit der Gruppe ab. Wir sollen uns an die Prinzipien und an die Traditionen halten und sind der höheren Macht und dem Grupengewissen verpflichtet.

    Initiativen von einem Einzelnen, der sich ausdrücklich gegen die Traditionen aussprochen hat und sich nicht dem Gruppengewissen unterstellt, kann nicht mit dem EA Namen Veranstaltungen anbieten.
    Ich bin selbst auf einer solchen Freizeit gewesen und war dann verstrickt in Streitereien und in eine ungesunde Kommunikation. Deshalb möchte ich ein solches Geklüngel nicht mehr.

    Vielleicht kann er Veranstaltungen anbieten mit dem Namen: „Freizeit für psychische Gesundheit“?

    Ich halte es für kritisch, den EA-Namen für Veranstaltungen, die nicht EA sind, herzugeben, denn wir sollen kein außenstehendes Unternehmen unterstützten und mit dem EA-Namen decken.

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    1. Roland

      Meine Name ist Roland, ich habe lange in KS gelebt und bin jetzt seit gut 1 ½ Jahren in Leipzig. In Kassel haben wir 2009 angefangen Treffen zu organisieren. Später habe ich das als Initiator mit wechselnden Mannschaften fortgesetzt. So kamen Fulda hinzu, Neustadt, Montabaur, Marburg und Donauwörth. Fulda habe ich letztes Jahr 2018 das letzte Mal initiiert. Der Konflikt mit Person1 [geänd. durch Red. / vgl. 3. des Kommentar-Leitfadens] bestand darin, dass sie nach einem Themenmeeting das Geld aus der Hutsammlung eigenmächtig an sich nahm und meinte das Geld, ohne die Meetingsteilnehmer zu fragen, dem Verein übergeben zu müssen. Sie tat das ohne das Gruppengewissen abzufragen. Generell gilt, dass das Geld aus der Hutsammlung dafür dient die laufenden Kosten für die Ausrichtung des Treffens und der einzelnen Meetings abzudecken. Bei von mir initiierten Treffen wird dann am Ende des Treffens ein Gruppenkonsens darüber gefunden, was mit etwaigen Überschüssen geschehen soll. Person1´s Handlungsweise [geänd. durch Red. / vgl. 3. des Kommentar-Leitfadens] hätte dazu geführt, dass am Ende Gelder für die Abdeckung der Auslagen gefehlt hätten. Diese von ihr individuell durchgeführte Handhabe führte dann zu dem Konflikt.

      Ganz generell gilt bei den von mir initiierten Treffen, dass alle Teilnehmer eine detailliert Abrechnung zu dem Treffen erhalten. Diese geht an Teilnehmer und nicht, wie manche EA-ler hier meinen, an die Allgemeinheit. Wir sind der Ansicht, dass diese Abrechnung Fremde, ob EA oder EA-fremd nichts angeht. Anderweitige in diesem Blog angestellte Behauptungen sind Verleumdung, das müssen sich die Autoren hier klar machen.

      Antworten
      1. Kay

        Für mich als Diensttuender im Finanzdienst für EA Deutschland ist es eine wichtige Frage, wie wir in EA zu den Finanzen der spirituellen Treffen der EA-Gemeinschaft stehen. Solche spirituellen Treffen können von jeder Person organisiert werden. Es gibt grundsätzlich keine Personen, die dies kontrollieren oder zur Kontrolle gewählt sind. Derzeit sind die Finanzen solcher spiritueller Treffen noch ein offener Punkt. Bei einigen Treffen verantworten mehrere Personen die Einnahmen und Ausgaben bzgl. solcher spiritueller Treffen.

        In den problematischen Fällen ist dies aber nicht so. Zum Teil bestimmt sogar nur eine Person, was mit den Geldern am Ende passiert. Als Finanzdienstler weiß ich, dass zwar auf diesen „EA-Treffen“ auch für „EA“ Spenden gesammelt werden; allerdings kommen auf dem EA-Spendenkonto keine Gelder an. Dies finde ich seltsam. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein „Gruppenkonsens“ auf solchen Treffen dafür besteht, nicht gemäß der Struktur (vgl. Punkt 4.5) zu verfahren. Deshalb halte ich folgende Punkte für wichtig:

        1. Welche formellen Voraussetzungen muss ein Treffen erfüllen, dass unter dem Namen EA stattfindet? (Stichwort: Sollten immer 2 Personen die Zählung und Verwendung der eingenommenen Gelder verantworten und die Verausgabung kontrollieren? – Vier-Augen-Prinzip, bzw. siehe Abschnitt 4.5 der EA-Struktur)

        2. Was genau gehört zu den „Kosten“ eines EA-Treffens bzw. sogenannten „Auslagen“? Klar ist: Deko-Kosten, Raumkosten für die Meetingräume und sonstige treffenbezogenen Kosten.
        Aber gehören auch sämtliche Fahrkosten, Unterkunftskosten und Verpflegungskosten aller Organisatoren oder des Organisators eines EA-Treffens zu den „Kosten des EA-Treffens“, also auch die personenbezogenen Kosten der Organisatoren?

        3. Was soll passieren, wenn bei 1. und 2. Unregelmäßigkeiten auffallen? Z.B. spendete das EA-Jahrestreffen 2017 (von der Gruppe Darmstadt organisiert) 1.138,96 €; sonst bei EA Treffen gehen zwischen 200 bis 800 € als Spende für EA, d.h. für die Finanzierung der überregionalen Arbeit und der Literatur-Herstellung ein. Und wie erwähnt, bei von manchen organisierten Treffen gehen gar keine Spenden ein, obwohl auf diesen Treffen für EA gesammelt und gespendet wird.

        Nun könnte man sich auf den Standpunkt stellen, dass die Fragen 1.-3. nicht so wichtig sind, Hauptsache, es finden weiterhin und überhaupt Treffen statt.

        Ich bin persönlich jedoch der Meinung, es lohnt, dass wir als EA-Gemeinschaft dazu eine Position finden. Nach den Wortmeldungen hier im Blog kann sich sicher auch die Intergruppe Gedanken machen. Die Intergruppe besteht aus den von der Gruppensprecherversammlung gewählten Diensttuenden. (Apropos: Die Intergruppe trifft sich am 16. und 17. März 2019 in der DJH Mannheim. Gäste haben Rederecht und sind gern gesehen.)

        Jedoch bin ich auch der Meinung, dass die damit verbundenen grundsätzlichen Fragen von der Gruppensprecherversammlung entschieden werden können… dürfen… sollten. Dafür würde sich die GSV 2019 in Münster anbieten.
        Und als Vorbereitung fände ich es durchaus hilfreich, wenn hier weiter diskutiert wird.

        G24h, Kay

      2. Roland

        Zitat aus Kay: „3. Was soll passieren, wenn bei 1. und 2. Unregelmäßigkeiten auffallen? Z.B. spendete das EA-Jahrestreffen 2017 (von der Gruppe Darmstadt organisiert) 1.138,96 €“

        Bei dem EA-Jahrestreffen 2017 gingen 1.138,96 € als Spenden ein. Welche Beträge gingen denn bei den EA-Jahrestreffen 2018 (Bad Homburg), EA-Jahrestreffen 2016 (Marburg) und EA-Jahrestreffen 2015 (Frankfurt) ein?

      3. Kay

        Hallo Roland,
        ich wollte mit meinem Bezug auf das Treffen Darmstadt deutlich machen, dass ich verstehen kann, dass Person1 in Deinem Kommentar vom 12. März 2019 gerne möchte, dass korrekt mit Spenden verfahren wird. Sie hat es selbst ja auch getan.

        Sie selbst hatte maßgeblich das Treffen Darmstadt mit organisiert und im Nachgang den Überschuss als Spendenbetrag überwiesen (inklusive korrekter Abrechnung gegenüber dem Finanzdienst). An der Höhe des Betrages wurde für mich deutlich, über welche Beträge wir hier reden und das dies kein „Kleinkram“ ist. Da das ehrenamtliche Engagement bei EA gerade nicht „bezahlt“ oder finanziell entlohnt wird – also auch nicht die Organisation von EA-Treffen -, ist die Klärung der obigen Fragen für mich als ein Dienstinhaber im EA-Finanzdienst auch sehr relevant.

        Die Höhe der weiteren, von Dir erfragten Spenden von ordnungsgemäß abgerechneten EA-Treffen, die im Nachgang an das EA-Spendenkonto überwiesen wurden, entnehme bitte den Listen, die der jeweiligen Gruppensprecherversammlung zur Verfügung gestellt wurden und werden.
        G24h, Kay

      4. Roland

        Der Autor schreibt: „Als Finanzdienstler weiß ich, dass zwar auf diesen „EA-Treffen“ auch für „EA“ Spenden gesammelt werden; allerdings kommen auf dem EA-Spendenkonto keine Gelder an.“
        Wenn der Autor und Diensttuende davon weiß, dann sollte er diese Person nicht decken sondern gegen sie vorgehen.
        In meinem Kommentar vom 21.9.2018 habe ich geschrieben. „Ich habe noch nie gehört und gelesen, dass für einen EA-Verein gesammelt werden soll. Das wäre natürlich fatal im Namen eines Vereins Gelder zu sammeln und diese dann dem Verein nicht zukommen zu lassen. Das wäre ganz generell Betrug.“
        Meine Position ist damit klar verdeutlicht und wenn der Diensttuende davon weiß, dass für „EA“ oder für den EA-Verein gesammelt wird, dann sollte er, bzw. der Verein das zur Anzeige bringen. Das gebietet die Sorgfaltspflicht, denn ansonsten deckt der Verein wissentlich diesen Betrug.

      5. Roland

        Kay: „Ich wollte mit meinem Bezug auf das Treffen Darmstadt deutlich machen, dass ich verstehen kann, dass Person1 in Deinem Kommentar vom 12. März 2019 gerne möchte, dass korrekt mit Spenden verfahren wird. Sie hat es selbst ja auch getan.“

        Du verstehst unter korrektem Verhalten also, wenn ein Meetingsbesucher, – Person 1 – ohne die anderen Meetingsbesucher zu fragen, die Hutsammlung an sich nimmt und an den im Meeting nicht anwesenden Intergruppensprecher übergibt. Du warst doch selber dabei und wir haben im Konsens die Hutsammlung der Wochenendsammlung zurück geführt. Außerdem war Person 1 und Du dabei, wie im Abschlussmeeting darüber abgestimmt wurde, was mit einem evt. Überschuss geschieht. Außerdem haben die Teilnehmer des Wochenendes – Du und Person 1 – einige Tage später per Email eine Abrechnung bekommen.

      6. Kay

        Weil ich als Finanzdienstler und zum Teil Mitorganisator einiger Treffen vielleicht etwas mehr weiß bzgl. der finanziellen Vorkommnisse, ist es mir wichtig, hier einen Austausch darüber innerhalb der gesamten EA-Gemeinschaft anzuregen.

        Ich möchte einfach kein Handeln einzelner, so wie es ihnen beliebt, sondern transparente und für jede/-n klare Orientierungshilfen. Das gilt für diejenigen, die sich auf Organisatoren verlassen und vertrauen wollen (z.B. Person1), als auch für die Organisatoren von EA-Treffen selbst (Roland, Andrea, Kay und viele andere).

        Mir ist wichtig, wenn ich auf seltsame Vorgänge aufmerksam werde und diese sich sogar wiederholen, dass wir darüber sprechen. Die grundsätzlichen Fragen in EA werden von der Versammlung der Gruppensprecher (GSV) entschieden und diese Erörterungen hier im Blog sind auch eine Vorbereitung dafür.

        Nach meinen Erfahrungen ist es sinnvoll, offene oder ungeklärte Vorgänge zu erörtern und dann einen gemeinsamen Konsens zu entwickeln, an dem sich alle in EA orientieren können.
        Dazu gehört für mich:
        – mind. zwei verantwortliche Ansprechpartner bei der finanziellen Organisation von spirituellen EA-Treffen ( vgl. auch Abschnitt 4.5 unserer Struktur)
        – Transparenz über die Spenden, die für EA gesammelt werden und
        – ein klarer Konsens, was zu den „Kosten“ eines EA-Treffens gehört, bzw. in welcher Höhe welche persönlichen Kosten auch von den gesammelten Spenden bezahlt werden.

        Es kann natürlich sein, dass ich mit meiner Ansicht nicht den Mehrheitswillen in EA wiedergebe und dass man lieber nicht offen darüber spricht, weil es ja etwas unangenehm ist oder ohne Erörterung darüber einfacher wäre. Vielleicht sollte ich es auch nicht thematisieren, weil: „Es läuft ja irgendwie und Hauptsache EA-Treffen finden statt.“ Der offene und nachvollziehbare Diskurs darüber, stört vielleicht auch einige.

        Ich finde jedoch einen klaren und transparenten Austausch darüber sehr sinnvoll. „Wo EA drauf steht, sollte EA drin sein.“ Und dafür setze ich mich gern ein – egal, woher und warum dann Widerstand spürbar wird.
        G24h, Kay

  3. Roland

    Ich finde Begegnungen mit Menschen generell gut. Da ist es egal, ob es Treffen, Meetings oder Freizeiten sind. Ich lerne, ich lerne mich zu positionieren. Wenn die Übernachtung bei einem 3-tätigen Treffen in einer Jugendherberge im Mehrbettzimmer 99.- Euro kostet, dann kann ich abschätzen, dass das ein sehr guter Preis ist. Kommt dann die Nutzung mehrere Gruppenräume und Ausgaben für Porto, Kopien und Deko-Material hinzu, dann sind die Kosten sicher höher. Üblicherweise wird das durch Spenden gedeckt, die der Teilnehmer freiwillig gibt. Der Hinweis auf die Freiwilligkeit erfolgt dadurch, dass die 7. Tradition zitiert wird. „Jede EA-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außen kommende Unterstützung ablehnen.“ Das Treffen erhält sich also durch eigene Zuwendungen – sprich Geld.
    Ich habe noch nie gehört und gelesen, dass für einen EA-Verein gesammelt werden soll. Das wäre natürlich fatal im Namen eines Vereins Gelder zu sammeln und diese dann dem Verein nicht zukommen zu lassen. Das wäre ganz generell Betrug.
    Wer macht das aber? Einige Autoren unterstellen den Initiatoren einiger Treffen, dass sie sich bereichern. Kann sein, ist eine Behauptung, aber was macht es, wenn der Besuch dieses Treffens oder des Meetings mir hilft. Gemäß der 7. Tradition werde ich nicht gezwungen zu spenden. Ich selber entscheide, ob und wie viel Geld ich in einen Topf werfe, ich vertraue dem anderen und hege keine Missgunst. Ich muss ja nicht „spenden“.
    Ich würde aber nie öffentlich das Verhalten derjenigen, die das Geld einsammeln, als unlauter beschreiben. Das wäre „bashing“ in bester Manier und kann leicht zu übler Nachrede mit Folgen führen.

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  4. Heinz-Jürgen

    Ich finde EA Treffen sind etwas Gutes, sofern sie sich in allem an der Struktur der EA orientieren und auch daran halten.
    Desgleichen finde ich auch A-Freizeiten gut. Diese haben sich aufgrund einer Initiative von 2 Personen gegründet, die dann eine einzelne Person lange Zeit weitergeführt hat, die keinem Rechenschaft ablegte. Das die Person, die das alleine weiterführte, eventuell in die eigene Tasche wirtschaftete (im Nachhinein nicht nachweisbar), dass fand ich damals schon nicht gut.
    Grundsätzlich war es gut , dass daraus die Freizeiten entstanden sind, im Nachhinein haben sich daraus auch mehr Anbieter entwickelt (z.B.: Selbsthilfefreizeitwerk u.ä.).
    Ich finde es aber nicht gut wenn ein Verein mit seinem Namen für Leute haften müsste, die angeblich in seinem Namen handeln.
    Wobei der paritätische Nutzen von EA in Frage gestellt wird oder sogar verspielt wird. Wohingegen sich dieser Verein doch gerade erst mit viel Mühe neu gegründet hat. Dem Verein würde dann evtl. ein gewerbliches Interesse unterstellt, wenn einzelne EA-ler oder EA-lerinnen unsozial handeln.
    Heinz-Jürgen

    Antworten
  5. Roland

    Dass im Beitrag – Veranstaltungen und Initiativen – angesprochene 4-Augen-Prinzip, – zwei verantwortliche Ansprechpartner – , nützt nichts, wenn drei Ganoven zusammen sind und sich einig sind.

    Antworten
    1. Andrea

      Ich kann nur für mich sprechen. Seit ich für EA Dienst tue, habe ich noch keinen einzigen Cent als Reise- Übernachtungs-, Papier- oder sonstige Kosten abgerechnet.

      Andere könne sich das nicht leisten, weil sie nicht das Privileg genießen, Geld durch ihrer Hände oder Kopf Arbeit verdienen zu dürfen und damit EA indirekt sponsern können. Aus Spendengeldern ist mir jedenfalls noch nichts, aber auch rein gar nichts zugeflossen.

      Arbeiten tu ich aber zwischen 2 und 15 Stunden pro Woche für EA – unentgeltlich und meist zahle ich an Telefon-, Stom- oder sonstigen Kosten noch drauf. Ich glaube nicht, dass irgendjemand auf dieser Welt das Recht hat, mich oder andere, die sich für EA einsetzen, als Ganoven zu bezeichnen oder auch nur anzudeuten, ich wäre ein solcher.

      Andrea (Diensttuende in der Kontaktstelle)

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  6. Andrea

    Ich möchte mich nicht entscheiden, welchen Teil der 12 Traditionen oder der 12 Schritte etc. (= welchen Aspekt der EA-Gemeinschaft) ich für wichtiger halte und welchen für unwichtiger. Ich mag das nicht entscheiden. Ich mag auch gar nicht dazu aufgefordert werden, das zu entscheiden. Weder dadurch, dass die Einen sich die Freiheit nehmen, das Eine zu tun und das Andere zu lassen, noch dadurch, dass die Anderen darauf aufmerksam machen und darauf hinweisen. Und ich mag auch niemanden dazu auffordern, sich hier zu entscheiden.

    Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein. Ich mag keine Steine werfen. Auf niemanden. Ich möchte nicht, dass das als Schwäche, Einknicken oder Zustimmung zum Verhalten anderer kommentiert und verhöhnt wird. Und ich möchte nicht durch das Verhalten anderer in solche Konflikte kommen.

    Andrea

    Antworten
  7. Christine

    Initiativen für EA sind natürlich zu begrüßen. Große EA-Treffen sind eine Bereicherung für viele.
    Ein EA-Treffen muss sich meiner Ansicht nach auch organisatorisch an die Regeln halten, sonst ist es allenfalls ein privates Treffen.
    Ein Treffen, das nicht bereit ist, Spenden abzurechnen darf auch keine Spenden „für EA“ sammeln.

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