Veranstaltungen und Initiativen

Als EA-Gemeinschaft können wir uns nirgendwo besser finden und stärken als in unseren Meetings und auf den größeren Treffen wie beispielsweise in Fulda, Donauwörth, Münster oder zuletzt beim Deutschlandtreffen in Bad Homburg. Niemals erleben wir Gemeinschaft so intensiv und fühlbar wie bei diesen Gelegenheiten.

Doch bemerken wir sowohl in den Meetings als auch auf den größeren Treffen, dass immer wieder Menschen fernbleiben. Deutlich spürbar ist dies auch beim ehrenamtlichen Engagement für EA, z.B. bei der Organisation von größeren Treffen. Ähnliches hören wir von anderen 12-Schritte Gruppen.

Manche der größeren Treffen finden nicht oder nicht entsprechend der EA-Leitgedanken statt (4-Augen-Prinzip, zwei verantwortliche Ansprechpartner, Transparenz über die Spenden, vgl. auch Abschnitt 4.5 unserer Struktur).

Ist die Initiative Einzelner – so wertvoll und bereichernd sie ist – hilfreich, um der Gemeinschaft als Ganzes zu dienen oder schwächt sie letzten Endes nur den Zusammenhalt von EA, indem sie „Lagerbildung“ und Zersplitterung fördert? Wie ist umzugehen mit Initiativen, die den EA-Leitgedanken nicht in jedem Punkt entsprechen, aber wertvolle Beiträge im ehrenamtlichen Engagement sind? Wie soll mit Veranstaltungen umgegangen werden, die zwar den spirituellen EA-Leitgedanken entsprechen, aber im Organisatorischen die Gemeinschaftsregeln nicht beachten? Denn es ist ja einer unserer Leitgedanken, dass nicht einer allein etwas verantwortet und die Risiken trägt. Gemeinschaft bedeutet auch gemeinsame Beratung, Entscheidung und Verantwortung für das Ganze – ob es sich um eine Gruppe oder um ein Wochenende handelt. Wie soll mit Veranstaltungen umgegangen werden, auf denen Spenden „für EA “ gesammelt werden, aber im Nachgang keine Abrechnung bekannt wird und niemand etwas über den Verbleib des Geldes erfährt?

Wie seht ihr das? Welche Gedanken und Ideen habt ihr zu diesen Fragen? Wie kann die EA-Gemeinschaft stärker zusammenwachsen und als EINE Gemeinschaft stärker werden? Damit nicht viele kleine EA-Gemeinschaften hier und dort entstehen. Jede und jeder trägt Verantwortung für das Ganze.

Wir laden ein, dass jeder – hier als Kommentar – seine Gedanken als ganz persönlichen Beitrag einbringt und wir gemeinsam Wege finden, mit diesen Fragen in guter Weise umzugehen.

G24 h,
Andrea (Kontaktstelle), Kay (Finanzdienst), Ulrich (Intergruppensprecher)

5 Gedanken zu „Veranstaltungen und Initiativen

  1. Roland

    Ich finde Begegnungen mit Menschen generell gut. Da ist es egal, ob es Treffen, Meetings oder Freizeiten sind. Ich lerne, ich lerne mich zu positionieren. Wenn die Übernachtung bei einem 3-tätigen Treffen in einer Jugendherberge im Mehrbettzimmer 99.- Euro kostet, dann kann ich abschätzen, dass das ein sehr guter Preis ist. Kommt dann die Nutzung mehrere Gruppenräume und Ausgaben für Porto, Kopien und Deko-Material hinzu, dann sind die Kosten sicher höher. Üblicherweise wird das durch Spenden gedeckt, die der Teilnehmer freiwillig gibt. Der Hinweis auf die Freiwilligkeit erfolgt dadurch, dass die 7. Tradition zitiert wird. „Jede EA-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außen kommende Unterstützung ablehnen.“ Das Treffen erhält sich also durch eigene Zuwendungen – sprich Geld.
    Ich habe noch nie gehört und gelesen, dass für einen EA-Verein gesammelt werden soll. Das wäre natürlich fatal im Namen eines Vereins Gelder zu sammeln und diese dann dem Verein nicht zukommen zu lassen. Das wäre ganz generell Betrug.
    Wer macht das aber? Einige Autoren unterstellen den Initiatoren einiger Treffen, dass sie sich bereichern. Kann sein, ist eine Behauptung, aber was macht es, wenn der Besuch dieses Treffens oder des Meetings mir hilft. Gemäß der 7. Tradition werde ich nicht gezwungen zu spenden. Ich selber entscheide, ob und wie viel Geld ich in einen Topf werfe, ich vertraue dem anderen und hege keine Missgunst. Ich muss ja nicht „spenden“.
    Ich würde aber nie öffentlich das Verhalten derjenigen, die das Geld einsammeln, als unlauter beschreiben. Das wäre „bashing“ in bester Manier und kann leicht zu übler Nachrede mit Folgen führen.

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  2. Heinz-Jürgen

    Ich finde EA Treffen sind etwas Gutes, sofern sie sich in allem an der Struktur der EA orientieren und auch daran halten.
    Desgleichen finde ich auch A-Freizeiten gut. Diese haben sich aufgrund einer Initiative von 2 Personen gegründet, die dann eine einzelne Person lange Zeit weitergeführt hat, die keinem Rechenschaft ablegte. Das die Person, die das alleine weiterführte, eventuell in die eigene Tasche wirtschaftete (im Nachhinein nicht nachweisbar), dass fand ich damals schon nicht gut.
    Grundsätzlich war es gut , dass daraus die Freizeiten entstanden sind, im Nachhinein haben sich daraus auch mehr Anbieter entwickelt (z.B.: Selbsthilfefreizeitwerk u.ä.).
    Ich finde es aber nicht gut wenn ein Verein mit seinem Namen für Leute haften müsste, die angeblich in seinem Namen handeln.
    Wobei der paritätische Nutzen von EA in Frage gestellt wird oder sogar verspielt wird. Wohingegen sich dieser Verein doch gerade erst mit viel Mühe neu gegründet hat. Dem Verein würde dann evtl. ein gewerbliches Interesse unterstellt, wenn einzelne EA-ler oder EA-lerinnen unsozial handeln.
    Heinz-Jürgen

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  3. Roland

    Dass im Beitrag – Veranstaltungen und Initiativen – angesprochene 4-Augen-Prinzip, – zwei verantwortliche Ansprechpartner – , nützt nichts, wenn drei Ganoven zusammen sind und sich einig sind.

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  4. Andrea

    Ich möchte mich nicht entscheiden, welchen Teil der 12 Traditionen oder der 12 Schritte etc. (= welchen Aspekt der EA-Gemeinschaft) ich für wichtiger halte und welchen für unwichtiger. Ich mag das nicht entscheiden. Ich mag auch gar nicht dazu aufgefordert werden, das zu entscheiden. Weder dadurch, dass die Einen sich die Freiheit nehmen, das Eine zu tun und das Andere zu lassen, noch dadurch, dass die Anderen darauf aufmerksam machen und darauf hinweisen. Und ich mag auch niemanden dazu auffordern, sich hier zu entscheiden.

    Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein. Ich mag keine Steine werfen. Auf niemanden. Ich möchte nicht, dass das als Schwäche, Einknicken oder Zustimmung zum Verhalten anderer kommentiert und verhöhnt wird. Und ich möchte nicht durch das Verhalten anderer in solche Konflikte kommen.

    Andrea

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  5. Christine

    Initiativen für EA sind natürlich zu begrüßen. Große EA-Treffen sind eine Bereicherung für viele.
    Ein EA-Treffen muss sich meiner Ansicht nach auch organisatorisch an die Regeln halten, sonst ist es allenfalls ein privates Treffen.
    Ein Treffen, das nicht bereit ist, Spenden abzurechnen darf auch keine Spenden „für EA“ sammeln.

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